Kleine Stücke

13. August — 5. September 2021

 

Ausstellende Künstler*innen:

Fritz Breiter, Marco Eberle, Flo Kaufmann, Urslé von Mathilde, Michael Medici, Beat Julius Müller, Peter Travaglini, Franz Anatol Wyss

 

„Kleine Stücke“ ist ursprünglich ein Begriff aus der Uhrenindustrie, der aber am Jurasüdfuss auch in den täglichen Sprachgebrauch übernommen wurde. Hier bedeutete er beim Verabschieden, dass man am nächsten Tag heikle Arbeiten zu erledigen hätte. In der Uhrenbranche dagegen wurden damit besonders schwierig zu montierende kleinste Teilchen des Uhrwerks bezeichnet. Aber auch in der klassischen Musik wird dieser Begriff des Öfteren verwendet. Keinesfalls ist klein hier jedoch mit minderwertig gleichzusetzen. Sondern gerade in den kleinen Formaten besteht die hohe Kunst darin, es kompakt auf den Punkt zu bringen. Auch in der Kunstgeschichte gibt es die kleineren Stücke schon lange, denkt man nur an die Kleinplastik aus beinahe jeder Epoche der Menschheit, die mittelalterliche Miniaturmalerei oder religiöse Preziosen aus dem Barock.

 

Vernissage: 13. August 2021, 19 Uhr

 

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Das S11 möchte gerne auf dieses auch in der zeitgenössischen Kunst verbreitete Phänomen mit einer Ausstellung aufmerksam machen und  hat verschiedene regionale Kunstschaffende, die sich mit kleinformatigen zwei- oder dreidimensionalen Werken einen Namen gemacht haben, dazu angefragt. Es geht nicht um Nebenerscheinungen von künstlerischer Produktion, sondern um komplexe eigenständige Arbeiten. Die Techniken und Genres sind dabei vielfältig und reichen von Bleistift auf Papier, Malerei bis zur Objektkunst.